Skip to main content

Das Java Leben ist einfacher mit For-Schleife

In einem anderen Artikeln habe ich bereits über Schleifen in Java gesprochen.
In diesem Artikel möchte ich dir eine ganz besondere Schleife vorstellen.

Warum ist diese so toll?
Sie hat einen integrierten Schleifenzähler.
Die Schleife zählt also bei jedem Durchlauf automatisch mit.

Aber dazu gleich mehr….
Lass uns einmal so eine For Schleife anlegen.

So legst du eine Java For Schleife an.

Am besten wir beginnen mit einem ganz einfachen Beispiel.

Die Zahlen eins bis zehn.
Ich weiß dieses Beispiel hatte ich schon einmal bei den while Schleifen.
Aber ich denke damit kann ich es ganz gut erklären.

For Schleifen beginnen mit dem Java Keyword for.
Dann folgt eine Klammer.

Und in der Klammer stehen jetzt drei Dinge:

  1. Der Startwert. Dieser ist eine Variable.
  2. Die Abbruchbedingung.
  3. Und der Schleifenzähler.

Für die Zahlen null bis zehn, würde der Java Code so aussehen.


public class ForSchleifenTest {
 
static void durchlaufeSchleife(){
for (int i = 0; i <=10; i++ ) {                
System.out.println(i);
}
}
public static void main(String[] args) {
durchlaufeSchleife();
}
}
 

Du siehst die Java Methode „durchlaufeSchleife“?
Im Methodenrumpf befindet sich jetzt so eine for-Schleife.

Wie gesagt, als Erstes das Keyword for.
Dann in Klammern die Bedingungen zur Schleife.

Da haben wir als Erstes i mit dem Startwert 0.
int i =0;
Dann folgt das Semikolon.

Danach die Abbruchbedingung.
i <= 10;
Diese bewirkt dass die Schleife so oft durchlaufen wird, bis i größer als 10 ist.

Zum Schluss folgt das Inkrement.
I wird bei jedem Schleifendurchlauf um eins erhöht.

Dann folgt die öffnende Klammer.
Und der Schleifenrumpf beginnt.
Im Schleifenrumpf kannst du sämtliche Anweisungen platzieren.
Diese werden immer wieder ausgeführt bis i größer als 10 ist.

Also los! Starten wir einmal diese for-Schleife.

Der Spaß beginnt bei i gleich Null.

Die Abbruchbedingung wird geprüft.
I ist null. Und somit ist i kleiner als 10.
Die Bedingung ist somit nicht gegeben.
Das heißt ab in den Schleifenrumpf.

Die Anweisung im Schleifenrumpf wird ausgeführt.
Die println()-Anweisung gibt jetzt den Wert von i zurück.
Dieser ist null.
Es wird somit eine null ausgegeben.

Und dann?
Dann wird i um eins erhöht.

Und der Spaß beginnt von vorn:

  • Der Wert von i ist jetzt 1.
  • Die Abbruchbedingung i<=10 ist immer noch nicht gegeben. Ab in den Schleifenrumpf.
  • Im Schleifenrumpf wird die Anweisung ausgeführt und der Wert für i (1) wird ausgegeben.
  • Danach wird i um eins erhöht. Jetzt hat i den Wert zwei.

Und so weiter bis i den Wert 11 hat.
Dann bricht die Schleife ab.

Das Programm springt aus der Schleife heraus.
Und führt dann die restlichen Anweisungen der Java Methode aus.

Und das führt uns gleich zum nächsten Punkt.

Die Variable i existiert außerhalb der Schleife nicht. Java kennt dann diese Variable nicht mehr.

Das Problem sind lokale Variablen.
Diese existieren nur innerhalb des Codeblockes, in welchem diese angelegt wurden.

Schau dir dieses Bild einmal an:

Java for Schleife Fehlermeldung

Du siehst die Fehlermeldung?
Das Problem ist, dass i nur innerhalb der Schleife existiert.
Die schließende Klammer der for-Schleife bewirkt, dass i zerstört wird.

Was wäre ein Ausweg?
Du kannst i außerhalb der for-Schleife anlegen.
Dabei musst du beachten, dass du i vor dem Schleifenstart deklarierst.

Java-for-Schleife-i-anlegen

Und im Schleifenkopf darfst du i dann nicht noch einmal deklarieren.
Stattdessen weist du i nur den Startwert zu.
Java-for-Schleife-Variable-anlegen

Oder du machst das Ganze flexibler.
Und arbeitest mit den Parameterlisten der Java Methode.

So kannst du Werte aus der Parameterliste in die Java For Schleife einsetzen.

Lass uns einmal einen flexiblen Start- und Endwert für die Schleife anlegen.

Das heißt die Methode "durchlaufeSchleife" erwartet jetzt zwei Parameter vom Datentyp Integer.
Und diese beiden Parameter werden zum Start- und zum Endwert der for Schleife.

Und der Java Code dazu:


public class ForSchleifenTest {
 
static void durchlaufeSchleife(int startwert, int endwert){
for  (int i=0; startwert <=endwert; startwert++ ) {                        
System.out.println(startwert);
} 
} 
 
 
public static void main(String[] args) {
durchlaufeSchleife(7, 10);
}
}

Du siehst, dass ganze ist jetzt etwas flexibler.
Zum einen habe ich die Abbruchbedingung der Schleife abgeändert.

Die Schleife wird solange durchlaufen bis der Startwert größer als der übergebene Endwert ist.

Und jetzt wird nicht mehr i inkrementiert.
Nein - es wird jetzt der Startwert um jeweils eins erhöht.

Im Schleifenrumpf wird jetzt ebenfalls der Startwert ausgegeben.

Cool, oder?

Also los. Klicke auf "Run" und schau was passiert.
Die Zahlen 7 bis 10 werden zurückgeben.

Probiere doch ein bisschen was aus und übergib der Methode andere Werte.

Na, gar nicht schlecht.
Lass uns weiter spielen.

Was in die eine Richtung geht, geht auch in die andere Richtung.

Ich denke dabei an einen Countdown.
Und zwar die Zahlen zehn bis 0.
Und dann einen "Raketenstart".

Also los.
Was müssen wir ändern?
Wir dürfen i nicht hochzählen, sondern herunterzählen.

Außerdem muss die Abbruchbedingung verändert werden.


public class ForSchleifenTest {
 
static void durchlaufeSchleife(int startwert, int endwert){
for  (int i=0; startwert >=endwert; startwert--) {                        
System.out.println(startwert);
} 
System.out.println("Raketenstart");
} 
 
 
public static void main(String[] args) {
durchlaufeSchleife(10, 0);
}
}

Also was genau, habe ich getan?
Die Abbruchbedingung startwert >=endwert; signalisiert jetzt Java:
Durchlaufe die Schleife solange bis, der Startwert kleiner als der Endwert ist.

Aus startwert++ wurde startwert--.
Somit wird der Startwert nicht mehr hochgezählt.
Stattdessen wird dieser heruntergezählt.
Ein echter Countdown eben 🙂

Und zu einem echten Countdown gehört natürlich das spektakuläre Ereignis am Ende.
Und das ist der Raketenstart.
Dieser wird als Bildschirmausgabe angezeigt.

Die Variable i wird in diesem Beispiel komplett überflüssig, muss aber dennoch gesetzt werden.
Das verlangt der Syntax der for-Schleife.

Überflüssig ist immer doof.

Besser wäre es so:
Du kannst i auch den Startwert zuweisen.
Die Abbruchbedingung auf i umstellen.
Und i dekrementieren.
Und dann i ausgeben.

Und so geht’s.


public class ForSchleifenTest {
 
static void durchlaufeSchleife(int startwert, int endwert){
for  (int i=startwert; i >=endwert; i--) {                        
System.out.println(i);
} 
System.out.println("Raketenstart");
} 
 
 
public static void main(String[] args) {
durchlaufeSchleife(5, 0);
}
}

Das Ergebnis ist das Gleiche.
Die Rakete startet so oder so. 🙂
Der Java Code wird so aber intuitiver.

Aber es wird noch besser….
Du musst die Werte nicht um eins erhöhen oder senken.

Nein du kannst machen, was du willst.

In For Schleifen kannst du den Schleifenzähler auf deine Bedürfnisse anpassen

Wie sieht es aus mit der Viererreihe?

Du kennst das aus der Schule:
1 mal 4 ist 4
2 mal 4 ist 8
Und so weiter.

Was du jetzt tun musst, ist den Schleifenzähler der for Schleife anzupassen.
Dafür darf dann keine Inkrementierung oder Dekrementierung erfolgen.
Nein du musst eine Zuweisung vornehmen.
i=i+4;

Für die Viererreihe würde die Zuweisung so aussehen:


public class ForSchleifenTest {
 
static void durchlaufeSchleife(int startwert, int endwert){
for  (int i=startwert; i <= endwert; i=i+4) {                        
System.out.println(i);
} 
} 
 
 
public static void main(String[] args) {
durchlaufeSchleife(0, 40);
}
}

Das Javaprogramm durchläuft die Schleife.
Und nach jedem Schleifendurchlauf erhöht Java den Schleifenzähler um vier.

Und das geht mit sämtlichen Rechenoperationen.
Somit kannst du den Schleifenzähler ganz individuell anpassen.

Und noch was.
Du kannst auch zwei oder mehr Schleifenzähler implementieren.

So implementierst du mehrere Schleifenzähler in die for Schleife.

Ein Schleifenzähler zählt von 0 bis 10.
Ein zweiter Zähler zählt rückwärts.

Im Schleifenrumpf wird dann das Produkt aus beiden Zahlen ausgegeben.
Na wie wäre das?

Lass es uns machen.

Und so geht’s.
Du brauchst entweder noch eine Variable oder wir erniedrigen den Endwert um jeweils eins.
Also Startwert um eins erhöhen.
Endwert um eins mindern.

Alles klar? Also los.


public class ForSchleifenTest {
 
static void durchlaufeSchleife(int startwert, int endwert){
for  (int i=startwert; i <= endwert; i++, endwert--) {                        
System.out.println(i*endwert);
} 
} 
 
 
public static void main(String[] args) {
durchlaufeSchleife(0, 5);
}
}

Beide Schleifenzähler trennst du lediglich durch ein Komma.
Für beide Schleifenzähler kannst du unterschiedliche Berechnungen einfügen.

Na was sagst du?
Die for Schleife ist doch ein richtig cooles Spielzeug für jeden Entwickler, oder? 🙂

Zusammenfassung:

  • Wiederholbare Anweisungen drückst du in Java durch Schleifen aus.
  • Eine Schleife, welche automatisch die Anzahl der Wiederholungen zurückgibt, ist die for Schleife.
  • Du kannst die for Scheife ganz individuell anpassen.
  • Du kannst einen eigenen Startwert vergeben, die Abbruchbedingungen anpassen und sogar die Zählschritte ändern.