Skip to main content

So erstellst du deine ersten Java Klassen mit Eclipse


Java Klasse erstellen content

Java Klassen sind Baupläne für Java Objekte.

Und da Java eine objektorientierte Programmiersprache ist, sind Java Klassen somit ein elementarer Bestandteil.

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du eine Java Klasse in Eclipse erstellen kannst.

Ich möchte dir außerdem zeigen, was physikalisch in deinem Projekt passiert. Ganz zum Schluss zeige ich dir noch, worauf du achten solltest, wenn du den Klassen Namen nachträglich ändern möchtest.

Beginnen wir ganz vorne

Schlagworte zu diesem Beitrag

Zwei einfache Wege um in Eclipse eine Java Klasse zu erstellen

Viele Wege führen nach Rom.

So heißt es in einer Redewendung.

Und auch bei der Klassenerstellung hast du mehrere Möglichkeiten.

Die Grundvoraussetzung ist allerdings, dass du bereits ein Java Projekt angelegt hast.

Ganz links siehst du den Package Explorer.

Hier sollten deine Projekte aufgelistet sein.

Direkt neben den einzelnen Projekten befindet sich so ein Pfeil, um die Projekte aufzuklappen.

Klicke einmal auf diesen Pfeil und deine Projektstruktur wird sichtbar.

Du siehst jetzt nicht nur dein Projekt, sondern du siehst auch einen „Source-Ordner“ und die Bibliotheken (Libary), auf welche dein Projekt verweist.

Klicke einmal mit der rechten Maustaste auf den „Source-Ordner“ und es öffnet sich ein Kontextmenü.

Ganz oben im Kontextmenü findest du den Befehl „New“.

Es öffnet sich ein weiteres Menü und dir steht eine Auswahl aller möglichen Bausteine zur Verfügung.

Wähle jetzt Class für Klasse.

Wähle "New" / "Class"

Wähle „New“ / „Class“



Es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem du die Klasse anlegen kannst.

In diesem Fenster siehst du ganz oben, in welchem Ordner Java deine neue Klasse speichern möchte.


Da du ein spezielles Projekt angeklickt hast, wurde Ort des "Source-Ordners" automatisch übernommen

Da du ein spezielles Projekt angeklickt hast, wurde der Ort des „Source-Ordners“ automatisch übernommen



Jetzt gibst du nur noch einen Namen für die Klasse ein und klickst auf „Finish“.

Einfach den Klassennamen eingeben und auf den Button "Finish" klicken

Einfach den Klassennamen eingeben und auf den Button „Finish“ klicken



Und fertig ist deine neue Klasse.

Alternativ kannst du eine Klasse auch über das Menü „File“, ganz oben links erstellen.

Klicke auf „File“, dann „New“ und schließlich wähle wieder „Class“.

Schauen wir uns die Java Klasse mal im Editor an.

In deinem Editor sollte jetzt deine Java Klasse sofort zu sehen sein.


public class Human{

}

Fällt dir etwas auf?

Die Wörter „public“ und „class“ werden fett und lila hervorgehoben.

Es handelt sich dabei um so genannte Java-Keywörter.
Und Eclipse kennt diese Keywörter und hebt diese für dich hervor.

Cool oder?

Ganz wichtig ist, dass du diese Keywörter niemals als Namen verwendest.
Also darfst du niemals eine Klasse, eine Variable oder eine Methode „class“ nennen.

Außerdem besitzt deine Klasse jetzt zwei Klammern. Die eine Klammer öffnet die Klasse und die andere Klammer schließt die Klasse.

Innerhalb dieser Klammer schreibst du später deinen Code.

Mehr sollte vorerst nicht in deiner Klasse stehen.

Man bezeichnet den oberen Teil, vor der Klammer als Klassenkopf.
Unten den unteren zwischen den Klammern, als Klassenrumpf.

Werfen wir ein Blick auf den Package Explorer

Ganz links hast du den Package Explorer.

In deinem „src-Ordner“ sollte jetzt ein „default-Package“ und darunter eine Java-Datei zu finden sein.


Eclipse hat automatisch die Dateien für dich angelegt

Eclipse hat automatisch die Dateien für dich angelegt



Diese Datei trägt den Namen deiner Klasse.

Bei mir heißt diese „Human.java“.

Wir können also sagen, dass die neue Datei „Klassenname.java“ heißt.

Deine neuen Java Klassen kannst du auch in deinem Workspace finden.

Im Workspace haben wir den Ordner „bin“ und den „Ordner Source“.

Im „Bin Ordner“ befindet sich jetzt deine Klassendatei und im „Source-Ordner“ befindet sich die Textdatei mit deinem Code, welcher die Klasse beschreibt.

Und das Ganze hat Eclipse für dich automatisch angelegt.

Ist doch wirklich ganz locker, oder?

Jetzt stellst du fest, dass du dich beim Klassennamen verschrieben hast.

Oh, blöd…

Lass uns das ändern.

So kannst du den Namen der Klasse ändern

Angenommen der Name „Menscch“ passt irgendwann nicht mehr und du möchtest den Namen der Klasse ändern.

Mein Motto lautet:

Probieren geht über Studieren.

Also ändere ich den Namen im Code einfach mal ab und schau mal was passiert.

Du siehst, dass Eclipse sofort anfängt rumzumeckern.
Immer wenn links in deiner Codezeile eine Markierung auftaucht, ist Eclipse mit deinem Code irgendwie nicht zufrieden.


Wenn du den Klassennamen im Editor änderst, gibt dir Eclipse eine Fehlermeldung.

Wenn du den Klassennamen im Editor änderst, gibt dir Eclipse eine Fehlermeldung.



Aber Eclipse lässt dich nicht doof sterben.
Stattdessen gibt es dir Hinweise mit, was du ändern kannst.

Wenn du mit der Maus einfach mal über diese Markierung fährst, bekommst du den Hinweis.

Also schnell wieder den richtigen Namen herstellen und die Entwicklungsumgebung zufrieden stellen.

Was aber, wenn du wirklich den Namen ändern möchtest?

Klicke einmal mit der rechten Maustaste auf deine Java-Klassendatei und es öffnet sich das Kontextmenü.

Hier steht dir der Eintrag „Refactor“ zur Verfügung. Wähle dann den Befehl „Rename“.

Um den Klassennamen zu ändern, klicke auf die Klasse und wähle den Befehl "Refactor" und dann "Rename"

Es öffnet sich ein Fenster und jetzt kannst du den Namen deiner Klasse neu vergeben.

Gib den neuen Namen der Klasse ein und klicke auf "Finish"

Gib den neuen Namen der Klasse ein und klicke auf „Finish“



Tara…
Der neue Name erscheint im Editor, der Dateiname wurde automatisch geändert und keine Entwicklungsumgebung meckert an deinem Klassennamen herum.

Zusammenfassung:

  • Um neue Java Klassen zu erstellen, klicke mit der rechten Maustaste im Package-Explorer auf den Source-Ordner.
    Wähle dann „New“ und dann „Class“.
    Im neuen Fenster gib den Klassennamen ein und klicke auf „Finish“.
  • Eclipse erstellt für dich dann ein Package und eine neue Java Klasse.
    Außerdem legt Eclipse automatisch Dateien an.
  • Wenn du den Namen der Klasse irgendwann ändern möchtest, klicke mit einem Rechtsklick auf die Java Datei, wähle dann „Refactor“ und dann „Rename“.
    Ändere den Namen ab und klicke auf „Finish“.
Willst du mehr über Java Programmierung lernen, besuche die Übersichtsseiten

Ähnliche Beiträge

Java Exceptions Handling – Fehler- und Ausnahmenbehandlung in Java

Java Exceptions Handling

Java Exceptions Handling umfasst den richtigen Umgang mit Ausnahmen und Fehlern. Wie geht das? Und braucht man so etwas wirklich? Vielleicht sagst du jetzt: „Brauch ich nicht. Ich mache niemals Fehler.“ Doch… Bei der Java Fehlerbehandlung geht es nicht ausschließlich nur um deine Programmierfehler. Es geht auch um falsche Nutzereingaben, Hardware- und Ablauffehler. Und deshalb […]

So kannst du Java Arrays anlegen

Java Arrays anlegen

Java Arrays– Was ist das? Stell es dir einmal als ein Bücherregal vor. In einem Bücherregal befinden sich sämtliche Bücher. Und diese befinden sich schön nebeneinander. Jedes Buch hat seinen festen Platz. Du kannst die Bücher ganz genau lokalisieren. Zum Beispiel kannst du sagen. Das erste Buch von links Das dritte von rechts usw. Und […]

Java Polymorphie – besserer Code und mehr Möglichkeiten

Java Polymorphie Vorteile

Polymorphie ist das Herzstück jeder objektorientierten Sprache. Nicht nur in Java – auch in Python, Javascript und in anderen Sprachen. Aber was bedeutet Polymorphie eigentlich? Polymorphie oder auch Polymorphismus genannt, kommt aus dem Griechischen. Es bedeutet Vielgestaltigkeit. Etwas freier übersetzt, kannst du es auch als Facettenreichtum bezeichnen. Im Grunde genommen zielt die ganze Java Vererbung […]

8 Java Datentypen, die du kennen solltest

Java Datentypen

Java Datentypen Ich gebe zu, ich hasse dieses Thema. Denn es ist eigentlich nichts weiter als graue Theorie. Dennoch müssen wir dieses Thema behandeln. Um schnell in das Thema zu kommen, stelle ich dir eine Übersicht aller primitiven Datentypen zur Verfügung. Wieso primitive? Es gibt außer den primitiven Datentypen, noch Referenztypen. Und diese Referenztypen sind […]

Java Objekte leben auf dem Heap

Java-Objekte-Heap

Java hat eine interne Speicherverwaltung. Eigentlich ist es nicht nur eine. Es sind mehrere.   Uns interessieren nur zwei. Methoden und lokale Variablen werden auf dem Stack verwaltet. Und die Speicherverwaltung für Java Objekte und den Instanzvariablen findet auf dem Heap statt.   Ja wieso braucht Java eigentlich zwei Speichersysteme?   Es ist ganz einfach. […]

Nutze das Keyword this für deine Java Konstruktoren

Java konstruktoren this

Es ist gemein. Wahrscheinlich hast den Beitrag zu den lokalen Variablen gelesen. Vielleicht hast du auch den Artikeln zum Anlegen und Überladen von Java Konstruktoren gelesen. Und wenn du die beschriebene Inhalte selbst ausprobiert hast…… Dann hast du dir wahrscheinlich sehr viele lokale Variablennamen für die Parameterliste ausdenken müssen.

So nutzt du getter und setter Methoden bei der Java Programmierung

Java Keyword private

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du Instanzvariablen innerhalb der Java Klasse schützt. Und den Zugriff nur noch indirekt über getter und setter Methoden anbietest. Stell dir vor. Du hast ein Programm zur Lagerverwaltung geschrieben. Dieses Programm dient Möbelhäusern dazu, ihre Bestände zu verwalten. Und das Programm erwartet vom Nutzer gewisse Eingaben zu […]

So lassen sich Java Strings in char zerlegen

Java Strings zerlegen char

Java Strings sind Zeichenketten. Und diese Zeichenketten lassen sich aufsplitten und in ihre Einzelteile zerlegen. Ich möchte dir in diesem Beitrag Möglichkeiten vorstellen, wie du Strings in Character-Datentypen zerlegen, extrahieren und die Einzelteile in Arrays speichern kannst.

Zwei smarte Möglichkeiten eine Java Zufallszahl zu erzeugen

Java Zufallszahl

Java Zufallszahl – Wieso? In der Java Programmierung benötigst du immer wieder einmal Zufallszahlen. Du möchtest deine Software mit Daten testen und dir keine Zahlen ausdenken. Du benötigst Stichproben, welche ein reales Verhalten simulieren. Du hast ein Spiel entworfen und die Akteure sollen mit zufälligen aber unterschiedlichen Größen, Rüstungsleveln usw. auftreten. Die Einsatzmöglichkeiten für Zufallszahlen […]