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Nutze die richtigen Methoden zum Java Lernen


Java lernen Methoden content

Ich lernte die Java Programmierung auf die klassische Art.

Ich kaufte mir das erste Buch und los ging es.
Jetzt wirst du Java lernen“ – sagte ich zu mir.

Ich war relativ schnell ziemlich frustriert, denn irgendwie fehlten mir ein paar Zusammenhänge.

Kennst du das?
Du hast ein Wissensfetzen und noch einen.
Aber das Wichtigste. Die Verbindung zwischen den beiden hast du nicht.

So war es bei mir.
Ich habe schön fleißig meinen Code aus dem Buch abgeschrieben.
Dadurch wusste ich, wie man eine Klasse erstellt, wie man Objekte erschafft und ich konnte Methoden anwenden.

Aber diese Feinheiten, wann ist eine Methode statisch, wann nutze ich das Keywort void usw.
Das blieb irgendwie im Verborgenen.

Völlig frustriert brach ich mein Selbststudium irgendwann ab.

Aber ich hatte dennoch den Wunsch Java Programmierung zu lernen.
Beim zweiten Versuch ging ich anders vor.

Aber dazu gleich mehr…

Erst einmal möchte ich dir einen Mann vorstellen.

Der Mann heißt David Perkins und in seinem Buch „Outsmarting IQ“ stellt er eine Behauptung auf: Intelligenz ist lernbar.

Okay, was heißt das?

Wir alle kommen auf die Welt mit gewissen Eigenschaften.
Mancher ist neuronal langsam. Ein anderer ist schneller.
Und das war es schon.

Mehr Unterschied besteht erst einmal nicht.

Jetzt kommt ein zweiter Faktor zum Tragen.

Dieser entspricht deiner Erfahrung und deinem Wissen, was du in diesem Bereich schon hast.

Wenn du schon etwas Erfahrung im Bereich der Java Programmierung hast, wirst du schneller Neues lernen können, als Jemand der keine hat.

Der dritte Faktor ist der wirklich Entscheidende. Dieser ist die Methode.
Wie du also lernst.

Du kennst das….

Irgendein Fach in der Schule lief so gar nicht. Irgendwann kommt ein neuer Lehrer und wendet neue Methoden an. Auf einmal wird das Schulfach spannend und die Noten verbessern sich.

Es macht dabei nur einen winzigen Unterschied ob jemand schnell oder langsam begreift.
Wenn derjenige, welcher schnell begreift „dran bleibt“, wird er diejenigen überholen, welche schneller begreifen aber fauler sind.

Intelligenz ist somit zwar etwas Angeborenes. Aber was man draus macht, hängt von der Eigeninitiative jedes Einzelnen ab.

Du brauchst nur eine richtig gute Methode zum Java lernen entwickeln.
Dadurch wird dein Wissen schneller zunehmen.
Neues Wissen wird schneller hängenbleiben und Faktor eins ist eh quatsch.

Ich stelle dir jetzt ein paar Methoden vor, welche ich für wichtig halte.

Prinzipiell solltest du alles was ich dir auf meinen Webseiten zeige, direkt mitmachen.

Also nicht nur lesen, sondern den Code selbst ausführen.

Bitte kopiere den Code auch nicht, sondern schreibe immer ab.

Gerade am Anfang kommt es auf:

  • das richtige Setzen von Semikolon,
  • das richtige Ausschreiben der Keywörter
  • das richtige Bezugnehmen auf Variablen und Methoden an.

Das lernst du niemals, wenn du den Code kopierst.

Eine zweite Methode nenne ich die Warum Methode

Was ist das?

Du solltest dir Fragen stellen.

Immer wenn du etwas neues lernst, fragst du:

  • „Warum brauch ich dieses Keyword?“
  • „Warum ist diese Methode jetzt static?“
  • „Wieso rufe ich den Konstruktor hier und jetzt auf?“

Durch Fragen durchdringst du das Thema mehr, als durch oberflächliches Lesen oder gar Pauken.

Ich gehe sogar soweit, dass du für dich einen kleinen Fragenkatalog entwerfen solltest.
Und nach jedem Beitrag, welchen du von mir erhältst, packst du neue Fragen hinein.

Du musst diese Fragen nicht schriftlich beantworten.
Wichtig ist nur die Tatsache, dass alle deine Warum-Fragen für Dich beantworten werden.

Erst durch diese „Warum-Fragen“ dringst du zum Wesentlichen vor.

Die „Wie wird es umgesetzt“-Fragen werden automatisch beantwortet, sobald du das „warum“ geklärt hast.

Was ich dir sagen will:
Wenn du erst einmal die Logik der Java Programmierung verstanden hast, ergibt sich der Rest von selbst.

Dabei solltest du Java Lernen, wie ein Forscher.

Probiere aus was geht.
Mache bewusst Fehler.

Wenn ich in einem Beitrag schreibe, das geht so und so….
Dann probiere es aus.
Aber probiere es auch genau anders herum aus.

Du machst deine eigenen Erfahrungen und du lernst die Fehlermeldungen von Anfang an, bewusst zu interpretieren.

Eine weitere sehr effektive Methode um Java Programmierung zu lernen sind ABC Listen.

Was ist das?

Du kennst das Spiel Stadt, Land, Fluss.

Und jetzt erweiterst du das Spiel auf Stadt, Land, Fluss, Java.

Die Rubriken Stadt, Land, Fluss kannst du dabei aber getrost auslassen. 🙂

Du nimmst dir also jeden Buchstaben des Alphabets vor und notierst dazu einen Javabegriff.
Das schöne ist, du kannst auch Wortgruppen verwenden.

Beispielsweise könnte die Liste so anfangen.

  • A wie „Anführungszeichen“ denn Textwerte werden in Anführungszeichen übergeben
  • B wie boolean denn das ist ein Datentyp
  • C
  • D
  • Usw.

Buchstaben, bei denen du auf Anheib nichts findest, lässt du einfach offen.
Stadt, Land, Fluss geht auf Zeit.

Diese Liste fertigst du jeden Tag neu an. Du nimmst dir also in Werbepausen, Fussball-Halbzeiten oder auf der Toilette circa 2 Minuten Zeit und ratterst deine Java-Liste einmal im Geiste durch.

Eingeführt und entwickelt hat diese Technik Vera Birkenbihl.

Und was bringt das?

Wenn du anfängst dich mit einem Thema zu beschäftigen, ist es anfangs immer schwer.

Denke nur zurück an deine erste Schwimmstufe, an die erste Fahrstunde oder an deinen ersten Arbeitstag im neuen Job.

Der Grund dafür, liegt in der Ausrichtung deines Gehirns.

Das Gehirn ist ein Hochgeschwindigkeitscomputer. Und dieser Computer ist optimiert auf das Wesentliche.
Und das Wesentliche ist für unser Gehirn, dass was es jeden Tag benötigt.

Und da du bisher nicht jeden Tag deines Lebens dich mit Java Programmierung beschäftigt hast, ist dein Gehirn natürlich auf andere Dinge optimiert.

Und wenn du jetzt Java lernst, dann fängt dein Gehirn an, ein paar wenige Kapazitäten dafür zu reservieren.
Wenn du das Thema täglich irgendwie wach in deinem Geiste hältst, wird immer mehr Kapazität dafür frei gemacht.

Und mit so einer einfachen ABC Liste hältst du dein Gehirn für das Thema wach.
Außerdem wirst du zukünftig die Java Artikel nicht nur lesen, sondern gezielt nach neuen Wörtern durchsuchen.

Du willst ja schließlich deine Liste erweitern.

Irgendwann ist deine Liste komplett.

Was dann?
Dann ersetzt du die alten Wörter durch neue bessere Wörter.

Du nimmst die Wortgruppen aus der Liste und ersetzt diese durch treffende Schlagwörter.

Wenn du dir dann die Schlagworte in deiner Liste anschaust, wirst du bemerken, dass alle Wörter in einer Beziehung zu einander stehen.
Irgendwie gibt es eine geistige Verbindung zwischen deinem Wort A und Wort C usw.

Und damit hältst du die entscheidende Kompetenz in der Hand, welche mir in meinem ersten Java-Programmierversuch fehlte.

Ich habe anfangs geschrieben, dass drei Faktoren zur Intelligenz oder Wissenserwerb notwendig sind.

  1. Angeboren – neuronal langsam und schnell
  2. Neues Wissen wird anfangs langsam und dann schneller integriert
  3. Richtige Methoden

Mit dem Spiel „Java ABC Liste“ veränderst du primär die Methode.
Dann hast du das Wissen spielerisch aufgebaut und bekommst neues Wissen zum Thema schneller ins Gehirn geschalten.

Und wenn du schon einmal Stadt, Land, Fluss gespielt hast, weißt du, dass am Anfang dir keine Stadt mit A oder Z einfiel.

Und irgendwann wurdest du sicherer und schneller.

Du hebelst somit auch den angeborenen Faktor aus.

Wenn die Liste irgendwann perfekt und vollständig ist, dann baust du Speziallisten.

Die Liste heißt dann nicht mehr Java Programmierung.
Sondern du hast mehrere Listen:

  • Java Keyword,
  • Java App Programmierung,
  • JavaFX usw.

Wenn du irgendwann auf ein Programmierproblem stößt, hast du sofort 60 oder 70 Lösungen parat, um es zu lösen.

Es heißt nicht, dass diese alle realisierbar wären.
Aber du hast 60 oder 70 Lösungsansätze, welche du blitzschnell abrufen, vergleichen und durchdenken kannst.

Außerdem beginnst du dich zu spezialisieren.
Du wirst ein Java Spezialist.

Doch eine Grundvorrausetzung muss geschaffen sein, um deinen Lernerfolg langfristig zu gewährleisten

Nein, es ist nicht Disziplin.

Disziplin entsteht erst, wenn du Spaß hast.

Deshalb sollte alles was du lernst, worin du aufgehst und was du untersuchst dir Spaß bereiten.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß beim Java lernen.

Zusammenfassung:

  • Versuche nicht „Wie wird es gemacht“ zu erfassen.
    Versuche immer das „Warum“ heraus zubekommen.
  • Die „Warum Fragen“ führen immer zum Wesentlichen einer Sache.
  • Stelle Fragen wie, „Warum brauche ich die Methoden? ,“Warum muss ich einen Datentypen festlegen“ usw.
  • Erst dann stellst du die „Wie Fragen“: „Wie erstelle ich nun eine Methode?“ oder „Wie lege ich den Datentypen fest“
  • Betrachte das Ganze als Forschungsarbeit.
    Probiere dich aus. Alles was ich in meinen Artikeln schreibe, probiere selbst aus.
    Probiere das Gegenteil aus.
  • Führe eine Frageliste ein. Notiere nach jedem Artikel, welchen du liest neue Fragen und versuche diese zu beantworten.
  • Erschaffe ABC Liste, nach Vorbild des Stadt-Land-Fluss-Spieles.
  • Erweitere die Liste ständig. So hältst du das Thema ständig wach und du schaffst Verbindungen zwischen den einzelnen Inhalten.
  • Hab immer Spaß bei dem was du tust.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel gefallen hat und du jetzt richtig Lust bekommen hast, Java zu lernen.
Also los geht’s. 🙂

Wenn du Anmerkungen oder Fragen zum Artikel hast, dann schreibe doch unten in das Kommentarfeld.


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