Skip to main content

Du bekommst was du vereinbarst – Die Rückgabewerte von Java Methoden

Was du vereinbarst, das bekommst du zurück.

Ach wäre es schön, wenn alles im Leben so funktionieren würde.
Aber zum Glück funktioniert dieses Prinzip bei deinen Java Methoden.

Denn du kannst den Rückgabetypen im Methodenkopf vereinbaren.

Doch bevor ich dir zeige, wie du den Rückgabetypen anlegen kannst….
Lass mich dir zeigen, wofür du den Kram eigentlich brauchst.

In deinem Java Programm hast du Methoden. Und diese Methoden sollen irgendetwas machen.
Und dann müssen die Methoden etwas zurück liefern.

Das kann ein Name sein.
Dies wäre dann ein Textwert.

Das kann aber auch eine Zahl sein.
Zum Beispiel ein Preis.

Jetzt lass uns ein paar Rückgabetypen festlegen.

Deine Java Methoden können jeden primitiven Datentypen zurückgeben

Bleiben wir beim Preis.

Ein Preis ist immer eine Zahl.
Somit ist der Datentyp entweder ein Double, ein Float, ein Integer usw.

Im Methodenkopf gibst du jetzt den Rückgabetypen an.


public class MethodenRueckgabe {
//Methode gibt eine ganze Zahl (int) zurück
public static int gibZurueck () {
return 2;
}
}

Lassen wir uns das Ergebnis direkt über die Konsole zurückgeben.
Du brauchst deshalb eine main Methode.
Und natürlich auch die System.out.println() Anweisung.


public class MethodenRueckgabe {
//Methode gibt eine ganze Zahl (int) zurück
public static int gibZurueck () {
return 2;
}

public static void main (String [] args){
//Die println Anweisung gibt jetzt das Ergebnis der Methode auf der Konsole aus.
System.out.println(gibZurueck ());
}
}

Schau dir die Methode genauer an.
Du siehst das Keyword return?

Die return Anweisung sagt jetzt deinem Java Programm:
„Hier bitte schön. Das ist der Rückgabewert“

Wichtig:
Die Methode bricht nach der return Anweisung ab.

Das bedeutet für dich:
Alles was du hinter dieser Anweisung einfügst, wird nicht mehr ausgeführt.

So geht’s nicht

public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode bricht nach der return Anweisung ab
public static int gibZurueck () {
return 2;
System.out.println(4);
}

public static void main (String [] args){
//Beim Aufruf bleibt das Ergebnis unverändert
System.out.println(gibZurueck ());
}
}

Du kannst dir auch ein Ergebnis einer Gleichung zurückgeben lassen.


public class MethodenRueckgabe {
public static int gibErgebnisZurueck () {
return 2 * 8;
}

public static void main (String [] args){
System.out.println(gibErgebnisZurueck ());
}
}

In diesem Fall wird zuerst das Ergebnis der Gleichung berechnet.
Und erst dann wird dieses Ergebnis zurückgegeben.

Und natürlich kannst du nach dem gleichen Prinzip dir auch eine Kommazahl zurückgeben lassen.

Vereinbare im Methodenkopf ein Datentyp wie Double und los geht’s.


public class MethodenRueckgabe {
//Methode gibt eine Kommazahl (double) zurück
public static double gibKommazahlZurueck () {
return 2.223;
}

public static void main (String [] args){
System.out.println(gibKommazahlZurueck ());
}
}

Und natürlich funktioniert dies auch mit einem Character-Datentyp.

Lass uns jetzt zu den Wahrheitswerten kommen.

Und so kann deine Java Methode einen Wahrheitswert zurückgeben.

Wahrheitswerte sind entweder false oder true.

Damit deine Methode einen dieser Werte zurückgibt, vereinbarst du im Methodenkopf einen boolean Rückgabetypen.

Und dann kannst du mit den Wahrheitswerten spielen.
Du kannst dir einen fixen Wert zurück geben lassen.


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode gibt einen fixen Wahrheitswert zurück
public static boolean sageDieWahrheit () {
return false;
}

public static void main (String [] args){
System.out.println(sageDieWahrheit ());
}
}

Oder du verknüpfst zwei Werte mit einem logischen Operator.


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode wertet jetzt die Aussage aus und gibt diesen Ausdruck zurück
public static boolean sageDieWahrheit () {
return false || true;
}

public static void main (String [] args){
System.out.println(sageDieWahrheit ());
}
}

Du kannst natürlich deiner Methode auch Argumente übergeben und diese dann auswerten.


public class MethodenRueckgabe {
//Jetzt kannst du der Methode Argumente übergeben
public static boolean sageDieWahrheit (boolean a, boolean b) {
return a || b;
}

public static void main (String [] args){
//Beim Methodenaufruf werden die Argumente true und false übergeben
System.out.println(sageDieWahrheit (true, false));
}
}


Du kannst im Methodenrumpf auch andere Methoden aufrufen….

und dann den Rückgabewert weiter verarbeiten.

Zurück zum Preis.
Die folgende Methode soll den Gesamtpreis einer Warenlieferung zurückgeben.

Wir haben eine Anzahl an Waren
Und wir haben einen Stückpreis.

Beide Werte soll die Methode als Argument entgegennehmen und miteinander multiplizieren.

Als Ergebnis gibt sie dann den kompletten Warenpreis bzw. Warenwert zurück.

Was musst du jetzt machen?

  • Du schreibst eine Methode.
  • In der Parameterliste werden zwei Parameter vereinbart.
  • Parameter eins ist der Stückpreis. Es bietet sich an, den Datentyp double zu wählen.
  • Der zweite Parameter ist die Anzahl. Als Datentyp kannst du einen Integer wählen.

Was soll als Ergebnis zurückkommen?
Oder besser gefragt, welcher Datentyp kommt zurück?

Es macht Sinn, eine Kommazahl zu wählen.
Also vereinbare einen Double Datentypen im Methodenkopf.

Und so geht’s.


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode multipliziert die Werte und gibt das Ergebnis zurück
public static double berechneGesamtpreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl;
}

public static void main (String [] args){
//Beim Methodenaufruf wird die Anzahl und der Stückpreis übergeben
System.out.println(berechneGesamtpreis (22.19, 200));
}
}

Und natürlich kannst du diese Methode dann auch in den Methodenrumpf einer anderen Methode ausführen lassen.

Nehmen wir als weiteren Parameter einen Steuerschlüssel für die Umsatzsteuer auf.
Eine zweite Methode nimmt lediglich den Steuerschlüssel entgegen.
Und dann ruft diese zweite Methode die erste Methode auf.
Und jetzt wird die Steuer hinzuaddiert.

Und so sehen deine Java Methoden jetzt aus.


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode multipliziert die Werte und gibt das Ergebnis zurück
public static double berechneGesamtpreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl;
}

//Die Methode übergibt der Methode "berechneGesamtpreis" Standardwerte für Anzahl und Preis
public static double berechneBruttoGesamtpreis (double steuerSchluessel) {
return berechneGesamtpreis (100,10)*(1+steuerSchluessel);
}

public static void main (String [] args){
//Beim Methodenaufruf werden 19% Umsatzsteuer übergeben
System.out.println(berechneBruttoGesamtpreis (0.19));
}
}

Und du kannst das Ganze auch an eine Bedingung knüpfen.
Nehmen wir an:
Du gewährst deinem Kunden Rabatt.

Sobald die Anzahl über 1.000 Stück ist, gewährst du dem Kunden einen Rabatt von 2 Prozent.


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode prüft die Bedingung
public static double gibPreisNachlass (double stueckPreis, int stueckZahl) {
if (stueckZahl > 1000) {
return stueckPreis * stueckZahl - (stueckPreis * 0.02 * stueckZahl);
}
else{
return stueckPreis * stueckZahl;
}
}

public static void main (String [] args){
System.out.println(gibPreisNachlass (100, 10001));
}
}

Was passiert jetzt?
Die Methode prüft die Anzahl.
Wenn diese über 1.000 ist, dann springt die Methode in den if Block.
Falls die Anzahl allerdings unter oder gleich Eintausend ist, springt die Methode in den else Block.

Du siehst, es sind mehrere return-Anweisungen möglich.

Jetzt packen wir alles zusammen.

Du kannst es auch anders lösen.

So wird dein Programm flexibler.


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode prüft die Bedingung und ruft dann eine andere Methode auf
public static double berechneGesamtPreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
if (stueckZahl > 1000) {
return gibPreisNachlass(stueckPreis, stueckZahl );
}
else {
return stueckPreis * stueckZahl;
}
}

public static double gibPreisNachlass (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl - (stueckPreis * 0.02 * stueckZahl);
}

public static void main (String [] args){
System.out.println(berechneGesamtPreis (100, 10001));
}
}

Beim Programmstart werden der Methode „berechneGesamtPreis“ die Stückzahl und der Einzelpreis übergeben.

Die Methode „berechneGesamtPreis“ prüft die Stückzahl.
Falls die Stückzahl über 1.000 ist, gibt sie das Ergebnis aus der Methode „gibPreisNachlass“ zurück.
Dazu übergibt sie der Methode wieder die Stückzahl und den Stückpreis.

Falls die Stückzahl unter Eintausend ist, gibt die Methode den Wert aus dem else Block zurück.

Falls deine Methode keinen Wert zurückgeben soll, nutzt du das Keyword void.

Das letzte Programm kannst du auch anders schreiben.

Deine Java Methoden müssen nicht unbedingt etwas zurückgeben.
Die letzte Methode gibt einen Wert aus einer anderen Methode zurück.

Du kannst die Methode aber auch so gestalten:

  • Wenn der Wert über 1.000 ist,
  • Dann rufe die Methode „gibPreisNachlass“ auf.
  • Ansonsten rufe eine andere Methode auf.

Du siehst vorher haben wir uns Werte zurückgeben lassen.
Jetzt möchte ich, dass lediglich andere Methoden aufgerufen werden.

Und so würde dies aussehen:


public class MethodenRueckgabe {
//Die Methode prüft die Bedingung und ruft dann eine andere Methode auf
public static void berechneGesamtPreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
if (stueckZahl > 1000) {
System.out.println(gibPreisNachlass(stueckPreis, stueckZahl ));
}
else {
System.out.println(berechnePreis(stueckPreis, stueckZahl ));
}
}

public static double gibPreisNachlass (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl - (stueckPreis * 0.02 * stueckZahl);
}

public static double berechnePreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl;
}

public static void main (String [] args){
berechneGesamtPreis (100, 10001);
}
}

Im Methodenkopf steht anstelle eines spezifischen Rückgabe-Datentypen, das Keyword void.
Immer wenn du keinen Rückgabewert erwartest, schreibst du dieses Keyword in den Methodenkopf.

Im Methodenrumpf steht jetzt keine return-Anweisung mehr.
Logisch….du bekommst ja nichts zurück.

Dennoch kannst du die System.println() Anweisung einbinden.
Somit kannst du dir Werte auf der Konsole ausgeben lassen.
Mit diesen Konsolenwerten kannst du aber nicht weiter rechnen.


public class MethodenRueckgabe {
public static void berechneGesamtPreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
if (stueckZahl > 1000) {
System.out.println(gibPreisNachlass(stueckPreis, stueckZahl ));
}
else {
System.out.println(berechnePreis(stueckPreis, stueckZahl ));
}
}

public static double gibPreisNachlass (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl - (stueckPreis * 0.02 * stueckZahl);
}

public static double berechnePreis (double stueckPreis, int stueckZahl) {
return stueckPreis * stueckZahl;
}

public static void main (String [] args){
System.out.println (berechneGesamtPreis (100, 10001) * 2); //Das funktioniert nicht
System.out.println (berechnePreis (100, 10001) * 2);//Das funktioniert
}
}

Diese „void Methoden“ eignen sich eigentlich nur dazu, andere Methoden aufzurufen.
Mit den Werten der Rückgabe-Methoden kannst du weiter rechnen.

Zusammenfassung:

  • Wenn deine Methode etwas zurückgeben soll, musst du diesen Rückgabetypen im Methodenkopf vereinbaren.
  • Im Methodenrumpf muss dann die return Anweisung stehen.
  • Alles was hinter der return Anweisung steht, wird nicht mehr ausgeführt.
  • Falls du Java Methoden schreibst, welche nichts zurückgeben – Nutze das Keywort void.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Hast du Anmerkungen?
Hinterlasse mir doch einen Kommentar unter diesem Beitrag.


Ähnliche Beiträge

So kannst du Java Konstanten bei der Programmierung nutzen

Java Konstanten – was kann man sich darunter vorstellen? Du kennst Konstanten in der Mathematik. Die Kreiszahl Pi ist so eine konstante Zahl. Diese Zahl ändert sich niemals. Sie beträgt immer rund 3,141592. In der Physik gelten die Lichtgeschwindigkeit, der Erdradius oder der absolute Nullpunkt als konstant. Selbst die Geschwindigkeit mit der sich die Erde […]

Java Übung 16 – Bestimme den größten gemeinsamen Teiler

Java Übung Teiler

In dieser Java Übung möchte ich, dass du den größten gemeinsamen Teiler zwei Zahlen ermittelst. Ich möchte, dass du das Ganze mit einer while-Schleife umsetzt. Und wie? Du legst eine neue Klasse „GGT“ (größter gemeinsamer Teiler) an. In diese Klasse implementierst du eine Klassenmethode „berechneGGT“. Diese erwartet zwei Argumente vom Datentyp Integer.

Polymorphie bringt Vorteile für Java Arrays

Java Polymorphie Arrays

Wenn Java Arrays, Schubladen oder Container sein sollen… Dann wäre der Gebrauch einer solchen Schublade ziemlich einseitig und festgefahren. Denn in jedes Array passen zwar mehrere Daten – aber immer nur vom gleichen Datentyp. Immer gleicher Datentyp? Also eine Schublade nur für Socken, Unterwäsche und der ganze andere Kram passt dann eben nicht hinein. Um […]

Nutze die richtigen Methoden zum Java Lernen

Java lernen Methoden

Ich lernte die Java Programmierung auf die klassische Art. Ich kaufte mir das erste Buch und los ging es. „Jetzt wirst du Java lernen“ – sagte ich zu mir. Ich war relativ schnell ziemlich frustriert, denn irgendwie fehlten mir ein paar Zusammenhänge. Kennst du das? Du hast ein Wissensfetzen und noch einen. Aber das Wichtigste. […]

So kannst du ein Java Programm starten und Argumente übergeben

Um ein Java Programm starten zu können, benötigst du immer die main-Methode. Das Programm startet immer genau an dieser Stelle. Alle lokalen Variablen, welche du in der Main Methode anlegst, kannst du dann im Programm nutzen. Auch alle Methoden, welche du innerhalb des Methodenrumpfes der main-Methode aufrust, werden ausgeführt. Was ist aber vor der main-Methode. […]

So kannst du Java Konstruktoren anlegen und überladen

Java Konstruktoren

Der Name sagt es schon. Java Konstruktoren konstruieren oder bauen Java Objekte. Und diese Objekte baut der Konstruktor auf Vorlage der entsprechenden Java Klasse. In diesem Beitrag zeige ich dir natürlich verschiedene Ansätze wie du den Konstruktor einsetzt. Ich zeige dir dies Schritt für Schritt. Dabei zeige ich dir auch verschiedene Dinge, welche nicht funktionieren. […]

Nutze das Keyword this für deine Java Konstruktoren

Java konstruktoren this

Es ist gemein. Wahrscheinlich hast den Beitrag zu den lokalen Variablen gelesen. Vielleicht hast du auch den Artikeln zum Anlegen und Überladen von Java Konstruktoren gelesen. Und wenn du die beschriebene Inhalte selbst ausprobiert hast…… Dann hast du dir wahrscheinlich sehr viele lokale Variablennamen für die Parameterliste ausdenken müssen.

Java Übung 24 – So kannst du Kommazahlen runden

Java Übung runden

In dieser Java Übung möchte ich mit dir Zahlen runden. Ich bitte dich deshalb: Erstelle eine Klasse „RundenUebung“. Lege dann eine statische Methode rundeZahl() an. Diese erwartet zwei Parameter. Parameter 1 ist die Kommazahl, welche gerundet werden soll. Als zweiten Parameter wird eine ganze Zahl übergeben, welche die Nachkommastelle – bis auf welche letztlich gerundet […]

Den Java Vererbungsbaum nach dem Ist-Es-Prinzip richtig entwerfen

Java Vererbungsbaum

Vererbungsbaum in Java – klingt erstmal komisch. Dennoch wird dies so bezeichnet. Gemeint sind damit – die einzelnen Hierarchiestufen oder Vererbungsebenen – von der Superklasse bis runter zu den Kindklassen. Wie sieht das nun konkret aus? Vererbung bedeutet: Du definierst einen allgemeinen Typen – zB. Möbel Und dann implementierst du eine Unterklasse, welche die Oberklasse […]

Der wichtige Unterschied zwischen Java Methoden

Java Methoden Unterschied

Jetzt machen wir Nägel mit Köpfen. Dieses Sprichwort stammt aus den Anfängen des Industriezeitalters. Denn früher wurden Nägel nicht industriell, sondern per Hand gefertigt. Und da kam es schon einmal vor, dass versehentlich Nägel ohne Kopf produziert wurden. Was blieb ist das Sprichwort „Nägel mit Köpfen“ Und dieses steht sinngemäß für eine schnelle, qualitativ hochwertige […]